JPEG komprimiert Bilder, indem es Bildinformationen weglässt, die das Auge kaum wahrnimmt. Der Grad der Komprimierung lässt sich beim Speichern einstellen und entscheidet über das Verhältnis von Dateigröße und Qualität. Für Fotos mit weichen Farbverläufen eignet sich das Verfahren ausgezeichnet, während Grafiken mit klaren Kanten und Schrift darunter sichtbar leiden.
Qualitätsstufen und ihre Grenzen
Beim Speichern lässt sich die Qualität meist auf einer Skala von 0 bis 100 wählen. Werte zwischen 75 und 85 gelten als brauchbarer Bereich für das Web, weil die Datei dort deutlich schrumpft, ohne dass die Einbußen auffallen. Unterhalb davon zeigen sich an Kanten die typischen Artefakte, kleine viereckige Muster, die sich später nicht mehr entfernen lassen.
Jedes erneute Speichern verringert die Qualität weiter, da die Komprimierung immer wieder von Neuem greift. Bearbeitungen finden deshalb am besten an der Originaldatei statt, und die JPEG-Fassung entsteht erst am Schluss.
JPEG im Vergleich zu neueren Formaten
Bei vergleichbarer Qualität liegt eine WebP-Datei etwa ein Viertel bis ein Drittel unter der Größe eines JPEG, AVIF noch einmal deutlich darunter. Beide neueren Formate werden inzwischen von allen gängigen Browsern unterstützt. JPEG behält dennoch seine Berechtigung als Rückfallebene, weil es ausnahmslos überall funktioniert.
In der Praxis liefern moderne Webseiten deshalb mehrere Fassungen desselben Bildes aus und überlassen dem Browser die Wahl. Wie sich Fotos für die Auslieferung vorbereiten lassen, von der Ausgabegröße bis zum Dateinamen, beschreibt der Ratgeber zu Bildern für die Webseite.