Jeder Link auf einer Website ist mehr als nur ein Verweis. Über das rel-Attribut im Link teilen Sie Suchmaschinen und Browsern mit, in welcher Beziehung Sie zur verlinkten Seite stehen. Diese kleine Angabe im HTML entscheidet mit darüber, ob Google einem Verweis vertraut, ob er als Werbung gilt und ob Ihre Besucher sicher unterwegs sind. Die korrekte Auszeichnung ist damit ein wichtiger Baustein für Suchmaschinen-Compliance, Sicherheit und ein sauberes Linkprofil.

In diesem Ratgeber erklären wir verständlich, was das rel-Attribut ist, welche Werte es gibt und wie Sie Links so kennzeichnen, dass sie den Empfehlungen des Google Search Central Leitfadens entsprechen. Tiefes Fachwissen ist dafür nicht nötig, ein grundlegendes Verständnis genügt.

Was das rel-Attribut ist und warum es zählt

Das rel-Attribut steht für „relationship" und beschreibt die Beziehung zwischen Ihrer Seite und dem Ziel eines Links. Ohne Angabe gilt ein Link als vollwertige Empfehlung, der Suchmaschinen folgen und deren Vertrauen sie weitergeben. Man spricht dann von einem Dofollow-Link. Erst mit einem passenden rel-Wert verändern Sie diese Standardbehandlung gezielt. Ursprünglich führte Google das nofollow-Attribut bereits 2005 ein, um Spam in Kommentaren einzudämmen. Mit den Jahren kamen feinere Kennzeichnungen hinzu, weil ein einzelner Wert der Vielfalt an Link-Situationen nicht mehr gerecht wurde.

Diese Steuerung wirkt auf drei Ebenen. Für die Suchmaschinenoptimierung legen Sie fest, wie ein Verweis gewertet wird. Für die Sicherheit schützen Sie Ihre Besucher beim Öffnen fremder Seiten. Und für Ihr Profil sorgen Sie dafür, dass gekaufte oder fremde Links nicht mit echten Empfehlungen verwechselt werden. Gerade beim Aufbau von Backlinks ist diese saubere Trennung wichtig.

Die wichtigsten rel-Werte im Überblick

In der Praxis genügt eine überschaubare Zahl an Werten. Google fasst die drei wichtigsten für ausgehende Links unter dem Stichwort „qualify your outbound links" zusammen. Sie lassen sich bei Bedarf auch kombinieren.

Die Kennzeichnungen sponsored und ugc führte Google im Jahr 2019 ein, um Werbung und Nutzerinhalte klarer von redaktionellen Empfehlungen zu trennen. Seit 2020 behandelt Google diese Angaben zudem als Hinweis und nicht mehr als strikte Anweisung. Die Suchmaschine entscheidet also selbst, wie stark sie ein solches Signal berücksichtigt. Für Sie als Betreiber bleibt die Empfehlung dennoch klar. Zeichnen Sie Werbung als sponsored und fremde Beiträge als ugc aus, dann bleibt Ihr Profil glaubwürdig.

Daneben gibt es Werte, die vor allem der Sicherheit dienen und immer dann greifen, wenn ein Link in einem neuen Tab öffnet.

Moderne Browser setzen noopener bei Links mit target="_blank" inzwischen automatisch. Die ausdrückliche Angabe schadet jedoch nie und macht Ihre Absicht eindeutig.

Werbung / Affiliate-Link rel="sponsored" Kommentar / Forenbeitrag rel="ugc" Nicht vertrauenswürdig rel="nofollow" Externer Link im neuen Tab rel="noopener"

Welcher rel-Wert zu welcher Art von Link passt – Werte lassen sich bei Bedarf kombinieren.

So setzen Sie das rel-Attribut richtig ein

Der wichtigste Grundsatz lautet, Links nur dann besonders auszuzeichnen, wenn es einen Grund gibt. Ein normaler, redaktioneller Verweis auf eine vertrauenswürdige Quelle braucht kein rel-Attribut. Wer dagegen wahllos alles auf nofollow setzt, verschenkt die Kraft seiner eigenen Empfehlungen. Genau dieser übertriebene Einsatz zählt zu den häufigsten Fehlern, denn er nimmt guten Quellen die verdiente Anerkennung und lässt ein Linkprofil zugleich unnatürlich wirken.

Für den Alltag helfen einige klare Regeln.

Wo mehrere Fälle zusammentreffen, lassen sich die Werte kombinieren, etwa rel="sponsored noopener" für einen bezahlten Link im neuen Tab. Wer diese Auszeichnung von Anfang an mitdenkt, hält sein Linkprofil sauber und bleibt zugleich auf der sicheren Seite. Wer es mit Datenschutz und Sicherheit besonders genau nimmt, findet weitere Hinweise in unserem Ratgeber zur rechtssicheren Website.

Das rel-Attribut ist ein kleines Detail mit großer Wirkung. Es entscheidet, ob ein Link Vertrauen weitergibt, als Werbung gilt oder Ihre Besucher schützt.

Fazit

Das rel-Attribut wirkt unscheinbar, erfüllt aber gleich drei wichtige Aufgaben. Es steuert, wie Suchmaschinen einen Verweis werten, es schützt Ihre Besucher beim Öffnen fremder Seiten, und es hält Ihr Linkprofil sauber und glaubwürdig. Wer die wenigen relevanten Werte kennt und sie gezielt einsetzt, folgt den Empfehlungen von Google, erfüllt gängige Sicherheitsstandards und behält zugleich die volle Kraft seiner eigenen Empfehlungen. Am Ende gilt eine einfache Regel. Zeichnen Sie nur dort aus, wo es einen Grund gibt, und wählen Sie im Zweifel die klarere, ehrlichere Angabe.

Illustration: KI-generiert

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