Der Largest Contentful Paint, kurz LCP, gehört zu den Core Web Vitals und beschreibt einen einfachen Moment: den Zeitpunkt, zu dem das größte Element im sichtbaren Bereich fertig dargestellt ist. Meist ist das ein Hero-Bild, eine große Überschrift oder ein Video-Vorschaubild. Genau dann entsteht beim Besucher der Eindruck, die Seite sei da.
Die Schwellenwerte
Google bewertet einen LCP von bis zu 2,5 Sekunden als gut. Zwischen 2,5 und 4 Sekunden gilt der Wert als verbesserungswürdig, darüber hinaus als schlecht. Gemessen wird dabei am Erlebnis echter Besucher, weshalb langsame Mobilfunkverbindungen und ältere Geräte in die Bewertung einfließen.
Die üblichen Bremsen
Am häufigsten bremst ein zu großes Hero-Bild. Ein passendes Format wie WebP, korrekt gesetzte Bildmaße und eine bevorzugte Ladereihenfolge für dieses eine Bild bringen hier den größten Sprung. Daneben wirken sich Schriften aus, die den Textaufbau verzögern, sowie Skripte, die den Seitenaufbau blockieren.
Das Fundament darunter
Ein spürbarer Anteil entfällt auf die Antwortzeit des Servers: Bevor der Browser überhaupt etwas darstellen kann, wartet er auf die erste Antwort. Ein leistungsfähiges Hosting mit kurzen Wegen zahlt deshalb unmittelbar auf den LCP ein. Wie sich Ladezeit und Sichtbarkeit zueinander verhalten, beschreibt unser Ratgeber zu Ladezeit und Ranking.
Messung in der Praxis
Für die Bewertung zählen zwei Blickwinkel. Werkzeuge wie PageSpeed Insights liefern zunächst eine Labormessung unter festen Bedingungen – hilfreich, um Ursachen einzugrenzen. Daneben stehen die Felddaten echter Besucher, die Google in der Google Search Console im Bericht zu den Web Vitals sammelt und die in die Bewertung einfließen.
Beide Zahlen weichen regelmäßig voneinander ab, weil im Feld unterschiedliche Geräte, Netze und Standorte zusammenkommen. Maßgeblich sind deshalb die Felddaten; die Labormessung dient der Fehlersuche. Beurteilt wird jeweils der Wert, den 75 Prozent der Aufrufe erreichen.