Eine Staging-Umgebung ist ein Zwilling der laufenden Website, der unter einer nicht öffentlichen Adresse liegt. Dort lassen sich Aktualisierungen, neue Funktionen oder ein überarbeitetes Layout ausprobieren, ohne dass ein Besucher davon etwas bemerkt. Erst wenn alles sitzt, wandert die Änderung auf die echte Seite.
Der Nutzen zeigt sich meist erst dann, wenn etwas schiefgeht. Ein Aktualisierungsschritt, der eine Erweiterung außer Gefecht setzt, ist auf einer Testkopie eine Randnotiz und auf der laufenden Seite ein Ausfall zur besten Tageszeit.
Worauf es bei der Einrichtung ankommt
- Ein Passwortschutz für die gesamte Umgebung, damit weder Besucher noch Suchmaschinen hineingelangen
- Eine Sperre gegen die Indexierung, damit die Testkopie niemals in der Suche auftaucht
- Möglichst dieselbe Technik wie auf dem Hosting der Live-Seite, sonst sagt der Test wenig aus
- Eine hinreichend aktuelle Kopie der Inhalte, damit sich Fehler realistisch zeigen
- Abgeschaltete Formulare und Zahlungswege, damit keine Testdaten bei echten Empfängern landen
Der zweite Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit. Gelangt eine Testkopie in den Index, konkurriert sie mit der echten Website um dieselben Inhalte. Ein Eintrag in der Robots.txt genügt dafür nicht, weil er den Abruf regelt und nicht die Aufnahme – der Passwortschutz ist hier das verlässlichere Mittel.
Vom Test zur Live-Schaltung
Vor der Übernahme gehört ein aktuelles Backup der laufenden Seite angelegt, damit ein Rückweg offensteht. Danach werden die Änderungen übertragen und auf der echten Seite noch einmal geprüft, denn Kleinigkeiten wie Adressen oder eingebundene Dienste verhalten sich in der Testumgebung mitunter anders. Für WordPress bieten viele Hoster eine Staging-Funktion auf Knopfdruck an, was den Ablauf erheblich vereinfacht. Wie sich ein größerer Umbau ohne Sichtbarkeitsverlust bewerkstelligen lässt, beschreibt unser Ratgeber zum Website-Relaunch.